Gründungsanlass

Innerhalb der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) befasst sich eine große Anzahl von Fachgruppen explizit mit der Modellierung von Software- bzw. Informationssystemen. Während dabei unterschiedliche Perspektiven auf den Gegenstand der Modellierung betont werden, sind bei näherer Betrachtung deutliche Überschneidungen erkennbar. Der Austausch zwischen den verschiedenen Fachgruppen wird allerdings dadurch erschwert, dass sie sich unterschiedlichen Traditionen und mit ihnen einhergehenden Terminologien verbunden fühlen. Jenseits einer sinnvollen wissenschaftlichen Arbeitsteilung verspricht die Auseinandersetzung mit den Blickwinkeln benachbarter Forschungsgemeinden wertvolle Anregungen.

Historie

Diesem Ziel wurde die im Jahre 1998 von Klaus Pohl, Andy Schürr und Gottfried Vossen ins Leben gerufene Workshopreihe „Modellierung” gewidmet. Sie bot und bietet Mitgliedern der GI - wie auch nicht organisierten Wissenschaftlern und Praktikern - ein Forum, um Gemeinsamkeiten, Defizite und Unterschiede in den verwendeten Modellierungsansätzen herauszuarbeiten und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu stimulieren. Die Workshopreihe mit inzwischen sechs durchgeführten Veranstaltungen wurde ursprünglich von sieben und wird inzwischen von zwölf Fachgruppen und einem Fachausschuss der GI organisatorisch unterstützt.   

1998
Gründung

Die Programme der Modellierungsworkshops 1998 bis 2002 vereinten eingeladene Übersichtsvorträge der beteiligten Fachgruppen, eingereichte Beiträge mit Publikation in Tagungsbänden sowie Diskussionsrunden und kleinere Arbeitsgruppensitzungen.

1998-2002
Workshops

Nach vier Jahren erfolgreicher „ad-hoc“-Organisation von Modellierungsworkshops erschien es Ende 2001 notwendig, ein Leitungsgremium ins Leben zu rufen, das künftig die Ausrichtung weiterer Workshops lenken würde. Dieses Leitungsgremium setzte sich in den drei Jahren seiner Existenz aus maximal 10 Organisatoren vergangener Modellierungs-Workshops zusammen.

2001
Leitungsgremium

Schon bald nach seiner Einrichtung wurde der Entschluss gefasst, das bisherige Konzept der Mischung tagungs- und workshopähnlicher Elemente zugunsten eines Wechsels zwischen kleineren Dagstuhl-ähnlichen Workshops und größeren Modellierungstagungen im jährlichen Rhythmus aufzugeben.

2002
Konzeptwechsel hin zu Tagungen und Dagstuhl-ähnlichen Workshops

Beide Veranstaltungsformen haben sich inzwischen mit dem „Workshop Modellierung 2003“ am Faaker See und der Konferenz „Modellierung 2004“ mit fast 140 Teilnehmern in Marburg hervorragend bewährt.

2003-2004 Veranstaltungskonzept bewährt sich

2008 hat Wolfgang Reisig die "Modellierung" an der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert. Neben dem umfangreichen Hauptprogramm standen ein Doktorandensymposium, ein Industrieforum und 6 Workshops zu unterschiedlichen Fragen der Modellierung, von der Wirtschaftsinformatik über technische Systeme, und Lehrinhalte bis hin zu konzeptionellen Grundlagen. Nicht-fachlicher Höhepunkt war das exzellente Dinner unter dem größten Dinosaurierskelett der Welt.

2008
Tagung in Berlin

Die 2012-Tagung wurde von Elmar Sinz und Andy Schürr vom 14.-16.03.2012 in Bamberg organisiert (www.modellierung2012.org). Mit insgesamt sechs Tutorien, vier Workshops, einem Doktorandensymposium, einem Praxisforum mit sechs Beiträgen sowie 17 ausgewählten Beiträgen im wissenschaftlichen Programm wurde den 174 Teilnehmern ein breites Spektrum an aktuellen Forschungsthemen im Bereich Modellierung präsentiert. Dieses Programm bot die Grundlage für weitere Diskussionen zu fachgruppenübergreifenden Aspekten von Modellierungsthemen und -ansätzen, sowie deren Nutzungsmöglichkeiten in der Praxis.

2012
Tagung in Bamberg